29.09.2017 | Vor dem Spiel gegen RW Oberhausen

Wickl und Steinmetz über die Ausfälle von Hagemann und Pagano, Horrorfilme und reißende Serien

Wenn einer die Kicker aus Oberhausen kennt, dann Raphael Steinmetz: Seine bisherige Karriere hat der Offensivspieler (23) mit dem strammen Schuss ausschließlich in der Stadt im westlichen Ruhrgebiet verbracht. Zuerst bei der DjK Arminia Klosterhardt, die der WSV in der ersten Niederrheinpokalrunde in diesem Jahr mit 2:0 besiegen konnte, später dann bei RWO. Auch Sebastian Wickl kennt die Mannen von unserem Ex-Spieler Mike Terranova gut: Immerhin ein halbes Jahr spielte er dort. Vor dem Duell haben wir mit beiden über die Ausfälle von Hagemann und Pagano, Horrorfilme und die Siegesserie gesprochen, die Oberhausen momentan hat.

Hallo Sebastian, hallo Raphael, bevor wir über das kommende Spiel gegen RWO reden, zu denen ihr ja ein besonderes Verhältnis habt, kurz zum letzten Spiel gegen Aachen. Wie ist die Mannschaft in der Trainingswoche mit dieser Niederlage umgegangen? Wie ist euer Eindruck von den Jungs?

Sebastian Wickl: Wir als Mannschaft sind sehr selbstkritisch mit dem Spiel umgegangen und haben die Fehler, durch eine etwas längere Videoanalyse als sonst, klar analysiert.
Ich denke, dass jedem ein paar Prozentpunkte zum Köln-Spiel gefehlt haben und so wird es dann auf dem Tivoli doppelt schwer etwas mitzunehmen. Dennoch sind wir uns auch unserer Stärken bewusst und wissen, dass wir gegen die Topteams auch jederzeit gewinnen können. So sind wir jetzt auch in die Vorbereitung aufs RWO-Spiel gegangen.

Raphael Steinmetz: Der Trainer hat uns unsere Fehler klar aufgezeigt und auch gezeigt, wie unterschiedlich die Spiele gegen Aachen und Viktoria Köln waren. Gegen Aachen hat leider nichts davon geklappt, was wir gegen Köln umgesetzt haben. Im Fussballgeschälft kann man aber Gott sei Dank die Fehler innerhalb einer Woche wieder gut machen. Jetzt können wir zeigen, dass wir daraus gelernt haben und die Fehler abstellen.

Fehler abstellen ist ein gutes Stichwort: RWO ist aktuell Zweiter. Wie erwartet ihr den Gegner?

Raphael Steinmetz: Ich denke sie werden mit viel Selbstbewusstsein zu uns kommen. Haben die letzten drei Spiele zu null gewonnen und wollen die Serie fortsetzen. Aber bekanntlich sind Serien auch dazu da, gebrochen zu werden.

Sebastian Wickl: RWO hat über die letzten Jahre immer eine gute Regionalliga-Truppe gehabt, die vom Potenzial zu den ersten Fünf der Liga gehört. Wie Steini gesagt hat, haben sie im Moment einen kleinen Lauf und werden wie Terra (Anm. d. Interviewers: Mike Terranova, Trainer RWO) ja schon betont hat drei Punkte holen wollen. Aber ich halte es wie Steini: Jede Serie reißt einmal und die letzten Heimspiele gegen RWO haben wir alle noch gut in Erinnerung.

Der WSV muss aber gegen Oberhausen auf zwei Stammspieler verzichten: Hagemann wird wohl erst im Januar wieder zur Mannschaft stoßen. Er hat sich schwer an der Schulter verletzt und ist bereits operiert worden. Bei Silvio Pagano muss man wohl mit mindestens vier Wochen Ausfallzeit wegen eines Bänderrisses rechnen. Wie schwer wiegen diese Ausfälle? Wie ist das in der Mannschaft aufgenommen worden?

Raphael Steinmetz
: Man muss immer davon ausgehen, dass Spieler in einer Saison ausfallen oder gesperrt sind. Ich denke der Trainer wird sich da schon seine Gedanken drüber machen und die beste Elf aufstellen.

Sebastian Wickl: Man ist in jedem Fall betroffen. Beide Spieler hatten in den letzten Wochen eine gute Form und es ist sehr bitter, dass sie uns jetzt so lange fehlen. Aber das ist wiederum die Chance für die anderen Jungs, die vielleicht ein bisschen hinten dran waren, auf sich aufmerksam zu machen. Alle bei uns haben den Anspruch zu spielen. Und die Qualität ist ohnehin vorhanden.

Raphael, du bist erst im Sommer von RWO zu uns gewechselt, auch bei dir Sebastian war die letzte Station (bis Januar 2016) Oberhausen. Habt ihr noch Kontakt zu ehemaligen Mitspielern?

Raphael Steinmetz: Kontakt habe ich noch zu einigen Spielern. Mit dem einen oder anderen auch täglich. Man redet viel über die Liga aber auch viel über Privates. In drei Jahren entstehen halt viele Freundschaften. Ich freue mich die Jungs am Samstag begrüßen zu dürfen und sie freuen sich zu uns zu kommen. Nach dem Spiel sollte aber am besten nur ein Auto mit guter Laune zurück Richtung Oberhausen fahren. Und da drin sitzen Basti und ich.

Sebastian Wickl: (lacht) Also ich habe so wirklichen Kontakt nur noch zu meinem besten Freund Dominik Reinert, mit dem ich angefangen habe Fußball zu spielen und auch gemeinsame Stationen wie MSV Duisburg oder zuletzt RWO hatte. Ab und an gibt's dann noch einen Kinoabend mit Robin Udegbe im Dreierpack, wenn mal wieder ein guter Horrorfilm rauskommt! Mit dem Rest bin ich nicht mehr so eng in Kontakt, was aber heutzutage auch normal ist. Wenn man sich mal sieht ist aber alles herzlich und entspannt. Ich hatte ja auch nur ein halbes Jahr dort. Und natürlich freut man sich trotzdem die Jungs hier zu sehen. Die drei Punkte dürfen dann aber gerne hier bleiben.

Dann brauchen wir am Ende noch eure Tipps!

Raphael Steinmetz: Ich tippe auf ein 3:2.
Sebastian Wickl: Als Torwart möchte ich natürlich kein Ding bekommen. Ich sage deswegen: 1:0 für #DieRotBlaueEinheit!

Dem schließen wir uns an! Danke Sebastian, Danke Raphael!